Toxikologie
Unter den ca. 1500 verschiedenen Skorpion-Arten sind nur wenige Arten lebensbedrohend giftig. Jedoch sind alle Stiche mehr oder weniger schmerzhaft und rufen Hautrötungen, Durchfall, Erbrechen, Schwindelgefühl, Muskelkrämpfe- und Lähmungen, sowie Kreislaufprobleme und Lungenödeme hervor.
Da die Pandinus-Arten eher ein mildes Gift besitzen ist bei einem Stich, der ungefähr dem Stich einer Wespe entspricht, außer einer örtlichen Rötung und ertragbaren Schmerzen zu rechnen. Bei Allergikern kann diese Körperreaktion jedoch auch lebensbedrohende Ausmaße annehmen und unbedingt von einem Arzt behandelt werden. Meist ist jedoch der Schreck, von einem Skorpion gestochen worden zu sein ,wesentlich größer als die wirkliche Verletzung. Dadurch treten auch viele der Symptome aus psychosomatischen Gründen auf.
Das soll jedoch nicht heißen, dass diese Tiere nicht mit dem Ihnen gebührenden Respekt behandelt werden sollen.
Das besondere an Skorpiongiften ist, dass sie meist direkt auf das Zentrale Nervensystem einwirken. Hierbei kann nicht immer vorrausgesagt werden, ob eine Dauerreizung (wie z.B. Augenzwinkern) oder eine Reizhemmung eintritt. Einige Skorpionarten wie z.B. Tityus serrulatus können beide Reizerscheinungen hervorrufen. Je nach Art des Giftes (oder besser gesagt des Toxines) können Herzrasen oder Verlangsamung der Herzfrequenz stattfinden.
Die Auswirkungen der Toxine auf die Blutgerinnung und das Gewebe spielen bei Skorpionen eher eine untergeordnete Rolle.
Im Allgemeinen wird die Giftigkeit von Skorpionen und anderen Tieren durch den sogenannten LD50-Wert angezeigt.Dieser Wert sagt aus, welche Menge des Giftes notwendig ist um mindestens 50% der Versuchstiere (meist 1 kg Mäuse) zu töten.
Bei Pandinus-Arten liegt der LD50-Wert zwischen 3,0 und 3,2 Gramm.Zum Vergleich hat der sehr giftige Leiurus quinquestriatus einen LD50-Wert von 0,19.
Weitere Informationen über die Toxikologie von Skorpionen gibts hier:
Hier ein Link zu einem Artikel der Ärztekammer über die Wirkweise der verschiedenen Skorpiongifte :