Paarung und Nachwuchs

Die Paarung von Skorpionen ist eine weniger gefährliche Sache als weithin bekannt ist. Zwar kann es bei oder nach der Paarung im wahrsten Sinne des Wortes zu „Sticheleien kommen, allerdings ist das eher der Sonderfall. Ansonsten läuft die Paarung nach dem von Skorpionen gewohnten Schema ab.

Haben sich ein Männchen und ein paarungsbereites Weibchen gefunden, so hält das Männchen das meist größere Weibchen an seinen Scheren (Pedipalpen) und zieht diese an einen für die „Samenübergabe“ geeigneten Platz wie z.B. einen flachen Stein oder ein Stück Rinde. Hier setzt das Männchen über die unter der Genitalplatte (Operculum) liegenden Geschlechtsteile ein Samenpaket (Spermatophore) auf den Untergrund ab. Nun versucht das Männchen das Weibchen über dieses abgelegte Samenpaket zu ziehen, dass diese es mit ihrer Spermatasche, welche zwischen dem letzten Beinpaar liegt, aufnehmen kann. Die eigentliche Befruchtung der Eier findet also erst im Körper des Weibchens statt.

Die Geschlechtsteile :

Da bei den Skorpionen kein auffälliger Geschlechtsdimorphismus vorliegt ist es meist für einen Laien nur schwer erkennbar ob es sich bei einem Exemplar um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Bei Pandinus-Arten können allerdings folgende Faustregeln behilflich sein:

      

                                                                Kamm eine Männchens                    Kamm eines Weibchens

·        Die Anzahl der Kammzähne (siehe Abbildung rechts) liegt beim Weibchen bei 24 bis 29, beim Männchen zwischen 28 und 32.Die Kammzähne des Männchens sind auch länger als die des Weibchens.

·        Die Scheren (Pedipalpen) sind bei Männchen schmaler und länger und sind mit mehr Zähnen ausgestattet als die Pedipalpen des Weibchens.

·        Die Genitalplatte, die am achten Körpersegment liegt besteht bei männlichen Tieren aus zwei getrennten Klappen, beim Weibchen sind diese beiden Platten miteinander verwachsen.